Escitalopram: Wirkung und Nebenwirkungen

Escitalopram ist ein selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer und wird bei Depression und bei Angsterkrankungen angewendet; in Österreich ist es unter anderem als Cipralex zugelassen. Der Wirkstoff ist rezeptpflichtig. Diese Seite informiert über Wirkung, Wirkeintritt, Nebenwirkungen, das Absetzen und die Rechtslage in Österreich. Sie ersetzt weder die Gebrauchsinformation Ihrer Packung noch das ärztliche Gespräch, denn eine Behandlung mit einem Antidepressivum braucht Begleitung und Kontrolle.

Wofür wird Escitalopram angewendet?

Escitalopram wird bei Depression und bei mehreren Angsterkrankungen angewendet. Dazu zählen depressive Episoden, die Panikstörung mit und ohne Platzangst, die soziale Angststörung, die generalisierte Angststörung und die Zwangsstörung. Der Wirkstoff gehört zur Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Er hemmt die Rückaufnahme des Botenstoffes Serotonin in die Nervenzelle, wodurch mehr Serotonin im synaptischen Spalt verfügbar bleibt. Das erklärt jedoch nur den Ansatzpunkt und nicht den vollständigen Wirkmechanismus, denn die Anpassung der Rezeptoren im Gehirn braucht Zeit. Aus dieser Verzögerung folgt ein praktischer Punkt: Escitalopram wirkt nicht im Sinne einer Beruhigungstablette für den akuten Moment, sondern über Wochen. Eine Wirkung stellt sich meist erst nach zwei bis vier Wochen ein, bei Zwangsstörungen dauert es oft länger. Eine Behandlung wird auch nach dem Abklingen der Beschwerden über einen vereinbarten Zeitraum fortgeführt, weil ein zu frühes Ende die Rückfallgefahr erhöht. Escitalopram macht nicht abhängig, beim Beenden können aber Absetzbeschwerden auftreten, weshalb ausgeschlichen und nicht abrupt beendet wird.

Welche Nebenwirkungen hat Escitalopram?

Laut Fachinformation treten Nebenwirkungen am häufigsten in der ersten oder zweiten Behandlungswoche auf und nehmen danach meist ab; sehr häufig, also bei mehr als einem von zehn Behandelten, sind Kopfschmerzen und Übelkeit. Beschrieben sind außerdem vermehrtes Schwitzen, Mundtrockenheit, Durchfall oder Verstopfung, Schlafstörungen oder umgekehrt Müdigkeit sowie innere Unruhe. Häufig und für viele Menschen belastend sind sexuelle Funktionsstörungen, etwa vermindertes Verlangen, Erektionsstörungen oder eine verzögerte Ejakulation; das gehört angesprochen und nicht ausgehalten. Seltener treten eine Verminderung des Natriumspiegels im Blut vor allem bei älteren Menschen, eine erhöhte Blutungsneigung, Verlängerungen der QT-Zeit im EKG und ein Serotoninsyndrom mit Fieber, Muskelzuckungen, Verwirrtheit und Unruhe auf. Suchen Sie ärztliche Hilfe bei Krampfanfällen, bei starker Verwirrtheit, bei ungewöhnlichen Blutungen, bei Herzstolpern oder bei Ohnmacht.

Wichtig ist ein Warnhinweis der Fachinformation: Bis sich eine Depression deutlich bessert, besteht ein erhöhtes Risiko für Suizidgedanken und suizidales Verhalten, und gerade in den ersten Wochen sowie nach jeder Dosisänderung ist eine sorgfältige Überwachung nötig. Bei Erwachsenen unter 25 Jahren zeigte eine Auswertung von Studien mit Antidepressiva ein erhöhtes Suizidrisiko im Vergleich zu Placebo. Wer eine Verschlechterung, Suizidgedanken oder ungewöhnliche Verhaltensänderungen bemerkt, auch bei Angehörigen, holt umgehend ärztliche Hilfe. Rund um die Uhr erreichbar ist die Telefonseelsorge unter 142, für Kinder und Jugendliche Rat auf Draht unter 147; in einem Notfall wählen Sie die Rettung unter 144 oder den Euronotruf 112.

Dosierung und Einnahme von Escitalopram

Die Dosierung legt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt individuell fest und passt sie im Verlauf an, deshalb nennen wir hier keine Milligrammzahl für Ihren Fall. Üblich ist eine Einnahme einmal täglich, unabhängig von den Mahlzeiten, jeden Tag etwa zur gleichen Zeit. Ob morgens oder abends besser passt, hängt davon ab, ob der Wirkstoff bei Ihnen eher müde oder eher wach macht; das lässt sich nach den ersten Wochen anpassen. Bei älteren Menschen, bei eingeschränkter Leberfunktion und bei bestimmten Stoffwechselvarianten gelten niedrigere Höchstdosen. Die Behandlung beginnt oft niedrig und wird gesteigert, weil Übelkeit und Unruhe zu Beginn so geringer ausfallen. Eine vergessene Tablette wird ausgelassen, sobald die nächste Einnahme näher liegt; die doppelte Menge holt nichts nach. Beenden Sie Escitalopram nicht plötzlich; wie ein Absetzen abläuft, beschreibt der nächste Abschnitt.

Escitalopram absetzen: was die Fachinformation empfiehlt

Ein plötzlicher Abbruch soll laut Fachinformation vermieden werden. Beim Beenden wird die Dosis über mindestens ein bis zwei Wochen schrittweise verringert; die Fachinformation rät dazu, die Reduktion über mehrere Wochen oder Monate an die Bedürfnisse der behandelten Person anzupassen. Treten bei einer Verringerung nicht tolerierbare Beschwerden auf, kann die frühere Dosis wieder verordnet und danach langsamer reduziert werden. Auch nach Abklingen der Beschwerden einer Depression wird laut Fachinformation mindestens sechs Monate weiterbehandelt, um den Erfolg zu sichern; den Zeitpunkt des Absetzens legt daher die behandelnde Ordination fest.

Absetzbeschwerden sind häufig: In Studien traten nach Behandlungsende bei etwa 25 Prozent der mit Escitalopram Behandelten unerwünschte Ereignisse auf, unter Placebo bei 15 Prozent. Genannt werden vor allem Schwindel, Missempfindungen bis zu stromschlagartigen Empfindungen, Schlafstörungen mit intensiven Träumen, Unruhe oder Angst, Übelkeit, Zittern, Schwitzen, Kopfschmerzen, Herzklopfen, Reizbarkeit und Sehstörungen. Sie beginnen meist in den ersten Tagen nach dem Absetzen, sind überwiegend leicht bis mittelschwer und klingen in der Regel innerhalb von zwei Wochen ab, bei manchen dauern sie länger; besprechen Sie sie ärztlich, statt die Einnahme eigenmächtig wieder aufzunehmen oder abrupt zu beenden.

Ist Escitalopram in Österreich rezeptpflichtig?

Ja. Escitalopram ist in Österreich rezeptpflichtig und wird in der Apotheke nur gegen ärztliche Verschreibung abgegeben; laut Arzneispezialitätenregister gilt das für alle Präparate, auch für Cipralex. Es zählt nicht zu den Suchtgiften und unterliegt damit der gewöhnlichen Rezeptpflicht. Den Zulassungsstatus eines einzelnen Präparates können Sie im Arzneispezialitätenregister des BASG nachsehen. Für die Abgabe sind zwei Wege zu unterscheiden. Ein Kassenrezept einer Vertragsärztin oder eines Vertragsarztes wird über die e-card abgerechnet, bei erstattungsfähigen Präparaten fällt die Rezeptgebühr an. Ein Privatrezept, also etwa die Verschreibung einer Wahlärztin oder eines Wahlarztes, nimmt die Apotheke entgegen und prüft es; die Kosten tragen Sie dabei zunächst selbst. Auch unser Rezept gilt in Österreich als Privatrezept; ob eine Apotheke es einlöst, entscheidet die Apothekerin oder der Apotheker im Einzelfall. Unabhängig vom Weg der Verschreibung bleibt die ärztliche Begleitung der Behandlung notwendig.

Warum wir Escitalopram derzeit nicht online beurteilen

Wir beurteilen Antidepressiva derzeit nicht online, auch nicht zur Fortführung einer bereits eingestellten Therapie. Auf dieser Seite gibt es deshalb nichts zu bestellen, und es fallen bei uns keine Kosten an. Der Grund liegt in der Art unserer Leistung: Sie füllen einen schriftlichen Fragebogen aus, den der Arzt getrennt beurteilt, ohne Video, ohne Telefonat und ohne Live-Chat. Bei einem Arzneimittel, dessen Dosis an Stimmung, Schlaf und Verträglichkeit angepasst wird, gehört diese Anpassung in die Hände einer Ärztin oder eines Arztes, die Sie kennt und mit Ihnen sprechen kann. Eine Ersteinstellung gehört ohnehin nicht in ein Formular.

Wenn Ihre Packung Escitalopram zur Neige geht, wenden Sie sich rechtzeitig an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt oder an die Praxis, die Sie behandelt, und setzen Sie das Arzneimittel nicht eigenmächtig ab: abruptes Absetzen kann Absetzsymptome auslösen. Bei akuter Verschlechterung oder Suizidgedanken wenden Sie sich umgehend an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt, an die Gesundheitsberatung 1450 oder rund um die Uhr an die Telefonseelsorge unter 142; in einem Notfall wählen Sie die Rettung unter 144 oder den Euronotruf 112.

Preis und Erstattung in Österreich

Was Sie in der Apotheke zahlen, hängt in Österreich von der Art der Verschreibung ab und nicht davon, wie Sie zur Verschreibung gekommen sind. Ist ein escitalopramhaltiges Präparat im Erstattungskodex der Sozialversicherung gelistet und wird es auf Kassenrezept verordnet, übernimmt die ÖGK die Kosten und es fällt die Rezeptgebühr je Packung an; deren Höhe wird jährlich angepasst und ist bei der ÖGK abrufbar. Wer im Kalenderjahr über die Rezeptgebührenobergrenze hinaus gezahlt hat, ist für den Rest des Jahres befreit, daneben bestehen Befreiungen aus sozialen Gründen. Bei einem Privatrezept tragen Sie den Apothekenpreis zunächst selbst; ob Ihr Versicherungsträger nachträglich etwas rückerstattet, klären Sie direkt bei der Kasse. Preise für Arzneimittel nennen wir auf dieser Seite nicht, weil eine Preisangabe zu einem rezeptpflichtigen Arzneimittel gegenüber Laien eine Werbeaussage wäre. Auskunft dazu gibt die Apotheke.

Wechselwirkungen und Alkohol

Alkohol wird während der Behandlung nicht empfohlen. Eine unmittelbare pharmakologische Wechselwirkung ist zwar nicht der Hauptpunkt, doch Alkohol verstärkt Müdigkeit und beeinträchtigt Konzentration und Stimmung, er wirkt also der Behandlung entgegen und erschwert die Beurteilung, ob das Arzneimittel anschlägt. Medizinisch bedeutsam sind mehrere Kombinationen. Monoaminoxidase-Hemmer dürfen nicht gleichzeitig angewendet werden, zwischen den Therapien ist ein zeitlicher Abstand einzuhalten. Auch die Kombination mit Pimozid ist ausgeschlossen. Vorsicht gilt bei allen Arzneimitteln, die den Serotoninspiegel erhöhen, etwa weiteren Antidepressiva, Triptanen gegen Migräne, Tramadol, Lithium oder Johanniskraut, weil ein Serotoninsyndrom entstehen kann. Entzündungshemmende Schmerzmittel, Acetylsalicylsäure und Gerinnungshemmer erhöhen gemeinsam mit Escitalopram die Blutungsneigung. Arzneimittel, die die QT-Zeit verlängern, dürfen nicht gleichzeitig angewendet werden; Arzneimittel, die den Kaliumspiegel senken, verstärken dieselbe Gefahr und erfordern eine ärztliche Kontrolle. Nennen Sie in der Ordination und in der Apotheke alle Präparate, die Sie einnehmen, ausdrücklich auch rezeptfreie Mittel und pflanzliche Produkte.

Gegenanzeigen

Escitalopram darf nicht angewendet werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile, bei gleichzeitiger Anwendung von Monoaminoxidase-Hemmern, bei gleichzeitiger Anwendung von Pimozid, bei bekannter Verlängerung der QT-Zeit oder einem angeborenen Long-QT-Syndrom sowie bei gleichzeitiger Anwendung anderer Arzneimittel, die die QT-Zeit verlängern. Besondere Vorsicht statt eines Verbots gilt bei Krampfanfällen in der Vorgeschichte, bei Herzerkrankungen und Elektrolytstörungen, bei Diabetes, bei Leber- oder Nierenfunktionsstörungen, bei erhöhter Blutungsneigung, bei Engwinkelglaukom und bei Menschen mit einer bipolaren Störung, bei denen ein Umschlagen in eine manische Phase möglich ist. Bei älteren Menschen ist auf den Natriumspiegel zu achten. Für Kinder und Jugendliche ist Escitalopram in diesen Anwendungsgebieten nicht zugelassen. Welche Gegenanzeigen für Ihre Packung gelten, steht in deren Gebrauchsinformation; bei Zweifeln klären Sie das vor der ersten Einnahme ärztlich ab.

Escitalopram und Cipralex: derselbe Wirkstoff

Cipralex ist ein Markenname, der Wirkstoff heißt Escitalopram. Laut Arzneispezialitätenregister ist Cipralex in Österreich als Filmtablette mit 5, 10, 15 und 20 mg zugelassen und rezeptpflichtig; daneben gibt es Pramulex und zahlreiche Generika, die den Wirkstoffnamen tragen. Der Wirkstoff wirkt in allen diesen Präparaten gleich; welche Hinweise für Ihre Packung gelten, etwa zu Hilfsstoffen, steht in deren Gebrauchsinformation.

Ein Generikum enthält denselben Wirkstoff in derselben Menge und derselben Darreichungsform wie das Originalpräparat und muss vor der Zulassung nachweisen, dass es im Körper gleichwertig verfügbar ist. In der Wirkung besteht daher kein Unterschied. Verschieden sind Hilfsstoffe, Aussehen und Bruchrille der Tablette, Name und Preis. Ein Punkt sorgt bei diesem Wirkstoff regelmäßig für Verwirrung: Escitalopram und Citalopram sind nicht dasselbe. Citalopram enthält beide Spiegelbildformen des Moleküls, Escitalopram nur die wirksame; die Dosisangaben sind daher nicht übertragbar und die Präparate nicht gegeneinander austauschbar. Achten Sie beim Wechsel darauf, welcher Wirkstoff auf der Packung steht, und fragen Sie in der Apotheke nach, wenn die neue Packung anders aussieht. Welche escitalopramhaltigen Präparate in Österreich zugelassen sind, zeigt das Arzneispezialitätenregister des BASG; ob eines erstattet wird, ergibt sich aus dem Erstattungskodex der Sozialversicherung.

Schwangerschaft und Stillzeit

In Schwangerschaft und Stillzeit wird Escitalopram nur nach ärztlicher Abwägung angewendet, und diese Abwägung hat zwei Seiten. Eine unbehandelte Depression in der Schwangerschaft ist selbst ein Risiko für Mutter und Kind, ein eigenmächtiges Beenden ist deshalb keine sichere Lösung. Bei Anwendung gegen Ende der Schwangerschaft wurden beim Neugeborenen Anpassungsstörungen beobachtet, etwa Unruhe, Zittern, Trinkschwäche oder Atemprobleme, die überwacht werden. Für die Anwendung im späteren Schwangerschaftsverlauf wird zudem ein leicht erhöhtes Risiko für einen schweren Lungenhochdruck des Neugeborenen diskutiert. Der Wirkstoff geht in die Muttermilch über; ob gestillt werden kann, wird individuell entschieden und ist häufig möglich. Teilen Sie eine bestehende oder geplante Schwangerschaft frühzeitig mit, damit die Behandlung gemeinsam geplant werden kann, am besten schon vor einer geplanten Empfängnis. Diese Entscheidung gehört in die ärztliche Betreuung vor Ort und nicht in einen Fragebogen.

Gebrauchsinformation und offizielle Quellen

Verbindlich ist immer die Gebrauchsinformation des Präparates, das Sie tatsächlich einnehmen. Sie liegt jeder Packung bei und ist zusätzlich im Arzneispezialitätenregister des BASG abrufbar, dem amtlichen Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Arzneispezialitäten samt Gebrauchs- und Fachinformation. Dort steht der Stand, der für Ihre Packung gilt. Allgemein verständliche Krankheitsinformationen bietet das öffentliche Gesundheitsportal der Republik unter gesundheit.gv.at. Fragen zu Rezeptgebühr, Befreiung und Erstattung beantwortet die ÖGK. Diese Seite fasst allgemeine Informationen zusammen; sie ersetzt keine ärztliche Beurteilung Ihres Einzelfalls und ist keine Aufforderung zur Anwendung eines bestimmten Arzneimittels. Wenn Sie Gedanken an Selbstverletzung haben oder sich in einer akuten Krise befinden, warten Sie nicht auf einen Termin: Die Telefonseelsorge ist in Österreich rund um die Uhr kostenlos unter 142 erreichbar, Kinder und Jugendliche erreichen Rat auf Draht unter 147; in lebensbedrohlichen Situationen wählen Sie die Rettung unter 144 oder den Euronotruf 112 oder wenden Sie sich an die nächste psychiatrische Ambulanz im Spital.

Medizinische Prüfung: lek. Damian Wojno, Approbation Nr. 3211301, für MEDINOW Sp. z o.o.

Ist Escitalopram in Österreich rezeptpflichtig?

Ja, Escitalopram ist rezeptpflichtig und wird nur gegen ärztliche Verschreibung abgegeben, auch als Cipralex. Es zählt nicht zu den Suchtgiften und unterliegt der gewöhnlichen Rezeptpflicht. Eine Verschreibung aus einem anderen EU-Land wird in Österreich als Privatrezept behandelt; über die Abgabe entscheidet die Apotheke.

Wie schnell wirkt Escitalopram (Cipralex)?

Laut Fachinformation sind bei Depression bis zum Ansprechen in der Regel zwei bis vier Wochen nötig, ebenso bei sozialer Angststörung; bei der Panikstörung wird das Wirkungsmaximum nach etwa drei Monaten erreicht. Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Unruhe treten dagegen laut Fachinformation am häufigsten in der ersten oder zweiten Behandlungswoche auf und nehmen danach meist ab. Genau diese Reihenfolge führt dazu, dass viele Menschen zu früh aufgeben; besprechen Sie Zweifel deshalb ärztlich, statt die Einnahme eigenmächtig zu beenden.

Welche Nebenwirkungen sind häufig?

Häufig sind Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwitzen, Mundtrockenheit, Schlafstörungen oder Müdigkeit, Durchfall oder Verstopfung sowie sexuelle Funktionsstörungen. Bei älteren Menschen ist auf einen niedrigen Natriumspiegel zu achten. Die für Ihr Präparat gültigen Häufigkeitsangaben stehen in der beiliegenden Gebrauchsinformation.

Darf man unter Escitalopram Alkohol trinken?

Alkohol wird während der Behandlung nicht empfohlen. Er verstärkt Müdigkeit, beeinträchtigt Konzentration und Stimmung und erschwert die Beurteilung, ob das Arzneimittel wirkt. Wer Alkohol nur schwer weglassen kann, sollte das ärztlich ansprechen, weil das für die Behandlung selbst von Bedeutung ist.

Wie setzt man Escitalopram ab?

Schrittweise und nach ärztlicher Absprache. Laut Fachinformation wird die Dosis über mindestens ein bis zwei Wochen verringert, oft besser über mehrere Wochen oder Monate. Absetzbeschwerden wie Schwindel, Missempfindungen, Schlafstörungen, Unruhe oder Übelkeit sind häufig, beginnen meist in den ersten Tagen und klingen in der Regel innerhalb von zwei Wochen ab.

Wie bekomme ich eine Folgeverschreibung für Escitalopram?

Nicht über uns. Wir beurteilen Escitalopram zurzeit nicht online, auch nicht zur Fortführung einer laufenden Behandlung, und es fallen bei uns dafür keine Kosten an. Wenden Sie sich für ein Folgerezept bitte rechtzeitig an Ihre Hausarztpraxis oder an die Praxis, die Sie behandelt.