Erektionsstörung bei Bluthochdruck, Diabetes oder Herzerkrankung
Diese Seite erklärt, was eine Erektionsstörung bei Bluthochdruck, Diabetes oder Herzleiden bedeutet und wann eine Behandlung per Fragebogen vertretbar ist. Erektion und Blutgefäße hängen eng zusammen, deshalb treten Erektionsprobleme oft gemeinsam mit diesen Erkrankungen auf. Ein Rezept kann helfen, die Kontrolle von Herz, Blutdruck und Blutzucker in der betreuenden Ordination ersetzt es aber nicht.
- Fragebogen zu Beschwerden, Vorerkrankungen und Medikamenten ausfüllen
- Der Arzt prüft Gegenanzeigen wie Nitrate und fragt bei Bedarf nach
- Bei positiver Entscheidung kommt das Rezept als PDF per E-Mail
- Bezahlung mit eps, Karte, Klarna, Apple Pay oder Google Pay
Warum Gefäße und Erektion zusammenhängen
Für eine Erektion müssen Nerven, Blutgefäße und Hormone zusammenspielen: Bei Erregung entspannen sich die Gefäße im Schwellkörper, Blut strömt ein und wird dort gehalten. Sind die Gefäße verengt oder die Nerven geschädigt, gelingt das nicht mehr zuverlässig. Das Gesundheitsportal nennt unter den möglichen Ursachen deshalb Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht, erhöhte Blutfette, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Arteriosklerose, bei Diabetes zusätzlich eine Schädigung der Nerven.
Die Leitlinien der European Association of Urology betrachten eine Erektionsstörung auch als möglichen Hinweis auf ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko. Psychische Faktoren wie Stress oder Probleme in der Partnerschaft kommen oft dazu, und körperliche und seelische Ursachen lassen sich nicht immer sauber trennen.
Eine neue Erektionsstörung als Anlass für eine Kontrolle
Tritt eine Erektionsstörung neu auf, lohnt sich ein Termin in der Ordination, auch wenn Sie sich sonst gesund fühlen. Laut Gesundheitsportal gehören zur Abklärung eine körperliche Untersuchung, eine Blutdruckmessung und je nach Situation Laborwerte wie Blutzucker, Blutfette und Hormone. Auch die Fachinformationen der PDE-5-Hemmer sehen vor, die Ursachen vor einer Behandlung abzuklären und den Zustand von Herz und Kreislauf zu berücksichtigen, weil sexuelle Aktivität selbst eine gewisse Belastung für das Herz bedeutet.
Sind Bluthochdruck oder Diabetes bereits bekannt und behandelt, ist die betreuende Ordination die richtige Stelle, um zu besprechen, ob die Einstellung passt. Rauchstopp, weniger Alkohol, Bewegung und eine Gewichtsabnahme nennt das Gesundheitsportal als Maßnahmen, die bei Erektionsstörungen notwendig sein können.
Bluthochdruck: was für die Behandlung zählt
Ein gut eingestellter Bluthochdruck spricht nicht gegen einen PDE-5-Hemmer. Sildenafil, Tadalafil und Vardenafil senken den Blutdruck selbst leicht und vorübergehend; mit gängigen Blutdrucksenkern wie ACE-Hemmern, Sartanen, Kalziumantagonisten, Betablockern und Diuretika zeigten sich in den Studien in der Regel keine klinisch bedeutsamen Wechselwirkungen. Anders ist es bei sehr niedrigem Blutdruck unter 90/50 mmHg, der eine Gegenanzeige ist, und bei einem nicht eingestellten hohen Blutdruck, den die Fachinformation von Tadalafil ebenfalls ausschließt. Vorsicht gilt bei Alphablockern und bei manchen Medikamenten gegen Herzschwäche.
Manche Blutdrucksenker, etwa bestimmte harntreibende Mittel, können eine Erektionsstörung mitverursachen. Setzen Sie sie trotzdem nicht eigenmächtig ab, sondern fragen Sie in Ihrer Ordination nach möglichen Alternativen. Für die Beurteilung helfen aktuelle Blutdruckwerte von zu Hause; fehlen sie, kann der Arzt sie über die Plattform nachfordern.
Diabetes: Nerven und Gefäße im Blick
Bei Diabetes können sowohl die Blutgefäße als auch die Nerven Schaden nehmen, die für eine Erektion gebraucht werden. Ein Diabetes schließt PDE-5-Hemmer nicht aus. Ob Blutzucker, Blutdruck und Blutfette gut eingestellt sind, gehört aber in die regelmäßigen Kontrollen der betreuenden Ordination, ebenso wie die Untersuchungen von Augen, Nieren und Füßen.
Geben Sie im Fragebogen alle Diabetes-Medikamente an und erwähnen Sie, ob Sie schon Probleme mit den Augen hatten. Eine Retinitis pigmentosa oder ein früherer plötzlicher Sehverlust auf einem Auge schließen die Behandlung aus. Neu aufgetretene Sehstörungen gehören unabhängig davon zur Augenärztin oder zum Augenarzt.
Herzerkrankung: wann der Fragebogen nicht ausreicht
Wer Nitrate nimmt, etwa Nitroglycerin als Spray oder Kapsel bei Angina pectoris oder Isosorbidmononitrat, darf keinen PDE-5-Hemmer einnehmen; dasselbe gilt für Riociguat. Die Kombination kann den Blutdruck gefährlich stark senken. Ausgeschlossen sind PDE-5-Hemmer auch nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall in den letzten sechs Monaten. Bei instabiler Angina pectoris, bei Brustschmerzen während des Geschlechtsverkehrs oder bei schwerer Herzschwäche gehört die Frage, ob sexuelle Aktivität und ein solches Medikament vertretbar sind, in ein persönliches Gespräch mit der Kardiologin, dem Kardiologen oder der betreuenden Ordination.
Bekommen Sie nach der Einnahme eines PDE-5-Hemmers Brustschmerzen, wählen Sie den Notruf 144 und sagen dem Rettungsteam, welches Mittel Sie wann genommen haben, damit die Behandlung darauf abgestimmt werden kann. Hält eine Erektion länger als vier Stunden an, brauchen Sie ebenfalls umgehend ärztliche Hilfe.
Fragebogen, Rezept und Apotheke
Der Fragebogen erfasst Nitrate und Riociguat, Herzinfarkt, Schlaganfall, instabile Angina pectoris und schwere Herzschwäche, sehr niedrigen oder unbehandelten hohen Blutdruck, Alphablocker wie Tamsulosin oder Doxazosin, einen früheren plötzlichen Sehverlust oder eine Retinitis pigmentosa sowie frühere Erfahrungen mit Mitteln gegen Erektionsstörungen. Tragen Sie Ihre Dauermedikation vollständig ein, am besten von der Packung oder aus dem Medikamentenplan. Die Beurteilung übernimmt lek. Damian Wojno (Approbation Nr. 3211301) schriftlich, ohne Video oder Telefonat; er kann Befunde nachfordern, eine Untersuchung empfehlen oder die Verordnung ablehnen.
Bei positiver Beurteilung schicken wir Ihnen das Rezept als PDF per E-Mail. Den Ausdruck legen Sie innerhalb eines Monats nach dem Ausstellungsdatum in einer Apotheke vor; ob sie ihn einlöst, entscheidet die Apotheke. Das Medikament bezahlen Sie selbst, denn Behandlungen sexueller Funktionsstörungen übernimmt die Krankenversicherung laut Gesundheitsportal nur in Einzelfällen. Arzneimittel verkaufen und versenden wir nicht.
Darf ich mit Bluthochdruck ein Mittel gegen Erektionsstörungen nehmen?
Oft ja, wenn der Blutdruck behandelt und stabil eingestellt ist. Ein Blutdruck unter 90/50 mmHg schließt PDE-5-Hemmer aus, und ein nicht eingestellter hoher Blutdruck sollte zuerst behandelt werden. Der Fragebogen fragt beides ab, die Entscheidung trifft der Arzt.
Kann mein Blutdruckmittel die Ursache sein?
Das ist möglich; das Gesundheitsportal nennt blutdrucksenkende Medikamente und bestimmte harntreibende Mittel unter den möglichen Ursachen. Ein eigenmächtiges Absetzen ist aber riskant. Fragen Sie in Ihrer betreuenden Ordination, ob ein anderes Präparat infrage kommt.
Ich habe ein Nitrospray nur für den Notfall. Darf ich trotzdem anfragen?
Ein PDE-5-Hemmer kommt dann nicht infrage, denn Nitrate sind in jeder Form eine Gegenanzeige, auch als Notfallspray. Der Arzt wird kein Rezept ausstellen. Besprechen Sie das Thema mit Ihrer Kardiologin oder Ihrem Kardiologen.
Soll ich zum Arzt gehen, obwohl ich mich gesund fühle?
Bei einer neu aufgetretenen Erektionsstörung ist eine Kontrolle sinnvoll, weil ein bisher unbekannter Bluthochdruck, ein erhöhter Blutzucker oder erhöhte Blutfette dahinterstecken können. Das Gesundheitsportal rät, bei Erektionsproblemen möglichst frühzeitig ärztliche Hilfe zu suchen.