Schilddrüsenmedikamente bei Unterfunktion
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion ersetzt Levothyroxin, oft auch L-Thyroxin genannt, das Hormon, das die Schilddrüse nicht mehr in ausreichender Menge bildet. Der Wirkstoff ist rezeptpflichtig und wird nach dem TSH-Wert eingestellt. Diese Seite erklärt, welche Präparate es in Österreich gibt, warum sie nüchtern eingenommen werden, was die Aufnahme stört, worauf bei einem Präparatewechsel zu achten ist und wie eine ärztliche Verordnung abläuft, damit bei laufender Therapie keine Lücke entsteht.
Was macht Levothyroxin und wann wird es gebraucht?
Levothyroxin ist die synthetische Form des körpereigenen Schilddrüsenhormons Thyroxin. Laut Fachinformation wirkt es wie das natürliche Hormon: Es wird in den Organen in T3 umgewandelt und entfaltet seine Wirkung über die T3-Rezeptoren; der Körper kann zugeführtes und selbst gebildetes Levothyroxin nicht unterscheiden. Es wird nicht zusätzlich zu einer normalen Hormonproduktion gegeben, sondern ersetzt das, was fehlt. Deshalb ist es kein Medikament im üblichen Sinn, sondern ein Ersatz, der so genau wie möglich dem individuellen Bedarf entsprechen soll.
Gebraucht wird dieser Ersatz bei einer Unterfunktion. Die häufigste Ursache im deutschsprachigen Raum ist eine Autoimmunthyreoiditis, daneben stehen Zustände nach Schilddrüsenoperation oder Radiojodtherapie sowie seltenere Formen. Typische Beschwerden sind Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit, trockene Haut, Verstopfung, Konzentrationsprobleme, Haarausfall und eine Gewichtszunahme von wenigen Kilogramm; sie sind alle unspezifisch, weshalb die Diagnose über das Labor läuft und nicht über das Beschwerdebild.
Maßgeblich ist der TSH-Wert, ergänzt um die freien Hormonwerte und bei Bedarf um Antikörper und Ultraschall. Alle im Arzneispezialitätenregister geführten Schilddrüsenpräparate mit Levothyroxin sind in Österreich rezeptpflichtig, weil sowohl eine zu niedrige als auch eine zu hohe Dosis Folgen hat.
Welche Levothyroxin-Präparate gibt es in Österreich?
Levothyroxin ist der Name des Wirkstoffs, L-Thyroxin eine zweite gebräuchliche Bezeichnung für denselben Stoff. Ein Tablettenpräparat mit dem Namen L-Thyroxin führt das österreichische Arzneispezialitätenregister nicht; unter dieser Bezeichnung ist nur eine Injektions- und Infusionslösung zugelassen. Zum Einnehmen gibt es mehrere Präparate, die sich in Darreichungsform und Abstufung der Stärken unterscheiden, nicht im Wirkstoff. Alle sind rezeptpflichtig.
Die Übersicht ist keine Empfehlung für ein bestimmtes Präparat. Welches verordnet wird, hängt von der benötigten Dosis, von Unverträglichkeiten gegenüber Hilfsstoffen und davon ab, womit jemand bisher stabil eingestellt ist. Mehr zu einzelnen Tabletten steht auf den Seiten zu Euthyrox und Thyrex.
| Präparat | Darreichungsform | Stärken laut Arzneispezialitätenregister |
|---|---|---|
| Euthyrox | Tabletten | 25, 38, 50, 63, 75, 88, 100, 112, 125, 137, 150, 175 und 200 Mikrogramm |
| Thyrex | Tabletten | 25, 50, 75, 100, 125 und 160 Mikrogramm |
| Thyrex Sandoz | Tabletten | 25, 50, 75, 88, 100, 112, 125, 137, 150, 175 und 200 Mikrogramm |
| Levothyroxin Aristo | Tabletten | 25, 50, 75, 88, 100, 112, 125, 137, 150, 175 und 200 Mikrogramm |
| Syntroxine | Weichkapseln | 13, 25, 37,5, 50, 62,5, 75, 88, 100, 112, 125, 137, 150, 175 und 200 Mikrogramm |
| Syntroxine SOL | Lösung zum Einnehmen im Einzeldosisbehältnis | 13, 25, 50, 75, 88, 100, 112, 125, 137, 150, 175 und 200 Mikrogramm |
| Levohelm | Lösung zum Einnehmen | 25, 50 und 100 Mikrogramm pro 5 ml |
| Novothyral, Jodthyrox | Tabletten | Kombinationen von Levothyroxin mit Liothyronin beziehungsweise mit Kaliumiodid |
Warum wird Levothyroxin nüchtern eingenommen?
Weil die Aufnahme im Darm empfindlich auf alles reagiert, was gleichzeitig dort ankommt. Nahrung, Kaffee und andere Präparate binden den Wirkstoff oder verändern die Bedingungen im Magen so, dass ein Teil der Dosis nicht ins Blut gelangt. Aufgenommen wird dann nicht die verordnete Menge, sondern ein schwankender Anteil davon, und genau diese Schwankung macht die Einstellung unmöglich.
Üblich ist deshalb die Einnahme am Morgen, mindestens eine halbe Stunde vor dem Frühstück, mit einem Glas Leitungswasser. Alternativ ist bei manchen Menschen die Einnahme am späten Abend mit deutlichem Abstand zur letzten Mahlzeit ein gangbarer Weg.
Entscheidend ist weniger, welche der beiden Varianten Sie wählen, als dass Sie dabei bleiben. Ein Wirkstoff mit enger therapeutischer Breite wird über Wochen eingestellt; wer die Einnahme täglich verschiebt, misst am Ende nicht die Wirkung der Dosis, sondern die Wirkung des Zufalls. Eine vergessene Tablette wird nicht am nächsten Tag doppelt nachgeholt, sondern besprochen.
Was stört die Aufnahme?
Die wichtigsten Störfaktoren sind bekannt und lassen sich mit Zeitabstand entschärfen. Eisenpräparate, Kalzium- und Magnesiumpräparate sowie magensäurebindende Mittel mit Aluminium oder Magnesium binden Levothyroxin im Darm; hier wird ein Abstand von mehreren Stunden eingehalten. Colestyramin und ähnliche Wirkstoffe binden es ebenfalls.
Protonenpumpenhemmer wie Pantoprazol verändern den Magen-pH und können die Aufnahme verringern. Sojaprodukte, ballaststoffreiche Mahlzeiten und Kaffee unmittelbar zur Einnahme wirken in dieselbe Richtung; bei Kaffee ist der Effekt gut dokumentiert und ein häufiger Grund für unerklärlich schwankende Werte.
Umgekehrt gibt es Arzneimittel, die den Bedarf erhöhen, weil sie den Abbau beschleunigen, darunter bestimmte Antiepileptika. Auch eine Östrogentherapie kann den Bedarf verändern.
Praktisch heißt das: Beginnen oder beenden Sie ein anderes Präparat, ist das ein Anlass, den TSH-Wert nach einigen Wochen erneut kontrollieren zu lassen. Nennen Sie bei jeder Beurteilung auch Nahrungsergänzungsmittel, weil Eisen und Kalzium meist nicht als Arzneimittel wahrgenommen werden.
Dosierung nach dem TSH-Wert: wie die Einstellung abläuft
Eine Standarddosis gibt es nicht. Die Fachinformation zu Euthyrox beschreibt das Vorgehen so: Die Behandlung beginnt mit einer niedrigen Dosis, die alle 2 bis 4 Wochen gesteigert wird, bis die volle Erhaltungsdosis erreicht ist. Als verlässlichere Grundlage für jede weitere Anpassung nennt sie den basalen TSH-Wert, weil manche Behandelte unter der Therapie erhöhte T4- und fT4-Werte haben. Bei älteren Menschen, bei koronarer Herzkrankheit und bei einer schweren oder lange bestehenden Unterfunktion wird besonders vorsichtig und in längeren Abständen gesteigert. Die Richtwerte der Fachinformation stehen auf der Seite zu Euthyrox, die Bedeutung des Laborwerts erklärt der Ratgeber zum TSH-Wert.
Der Kontrollrhythmus folgt der Biologie des Regelkreises. Nach dem Beginn einer Therapie oder nach einer Dosisänderung dauert es einige Wochen, bis sich ein neues Gleichgewicht eingestellt hat; kontrolliert wird deshalb im Allgemeinen frühestens nach sechs Wochen bei gleichbleibender Dosis. Früher gemessen zeigt der TSH-Wert noch den alten Zustand und verleitet zu einer weiteren Änderung, die dann zu viel ist.
Ist die Einstellung stabil und beschwerdefrei, werden die Abstände größer; laut öffentlichem Gesundheitsportal werden die Schilddrüsenwerte zumindest einmal im Jahr kontrolliert. Den konkreten Rhythmus legt die betreuende Ordination fest, ebenso den Zielbereich, der bei Vorerkrankungen des Herzens, im höheren Alter oder bei Kinderwunsch abweichen kann.
Für die Blutabnahme selbst gilt eine praktische Empfehlung: Nehmen Sie die Tablette an diesem Tag erst nach der Abnahme ein, und lassen Sie den Wert möglichst zur vergleichbaren Tageszeit bestimmen, weil TSH tagesrhythmischen Schwankungen unterliegt.
Anlassbezogen wird zusätzlich kontrolliert: bei neuen Beschwerden, nach Beginn eines der oben genannten Präparate, nach deutlicher Gewichtsveränderung und bei einem Wechsel des Levothyroxin-Präparats.
Wann ändert sich der Bedarf?
Der Bedarf ist keine feste Größe. Er steigt typischerweise in der Schwangerschaft, und zwar früh: Wer bereits Levothyroxin einnimmt und schwanger wird oder es plant, gehört zeitnah in eine fachärztliche Betreuung, weil der Zielbereich in dieser Situation enger gefasst ist und die Dosis meist angepasst werden muss. Laut Fachinformation können erhöhte TSH-Werte schon in der 4. Schwangerschaftswoche auftreten; empfohlen wird eine TSH-Bestimmung in jedem Schwangerschaftsdrittel, und nach der Geburt wird auf die Dosis vor der Schwangerschaft zurückgestellt. Diese Konstellation ist ausdrücklich nichts für eine Beurteilung aus der Ferne.
Der Bedarf ändert sich außerdem bei deutlicher Gewichtszu- oder -abnahme, im höheren Lebensalter, nach einer Operation an der Schilddrüse, im Verlauf einer Autoimmunthyreoiditis und beim Beginn oder Absetzen bestimmter Arzneimittel.
Präparat wechseln: worauf achten
Ein anderes Präparat mit demselben Wirkstoff ist bei Levothyroxin keine bloße Formalität. Die Fachinformation verlangt bei der Umstellung auf ein anderes levothyroxinhaltiges Produkt während der Übergangszeit eine engmaschige klinische und labormedizinische Überwachung, weil das Risiko eines Ungleichgewichts der Schilddrüsenfunktion besteht; bei einigen Behandelten muss die Dosis angepasst werden. Der Grund ist die enge therapeutische Breite: Kleine Unterschiede in der Aufnahme fallen ins Gewicht.
Wird in der Apotheke ein anderes Präparat abgegeben oder wechseln Sie von Tabletten auf Weichkapseln oder eine Lösung, ist eine TSH-Kontrolle nach einigen Wochen sinnvoll. Merken Sie sich deshalb nicht nur die Mikrogrammzahl, sondern auch den Präparatenamen, und nennen Sie beides bei jeder Verordnung. Die Einnahme unterbrechen Sie wegen eines Wechsels nicht; klären Sie offene Fragen in der Apotheke oder in Ihrer Ordination.
Nimmt man von Levothyroxin ab?
Nein, jedenfalls nicht in dem Sinn, in dem die Frage meist gemeint ist. Bei einer bestehenden Unterfunktion normalisiert die richtige Dosis den Stoffwechsel, und dabei verschwindet das Wasser, das sich durch die Unterfunktion eingelagert hat. Das sind meist wenige Kilogramm und keine Gewichtsabnahme im eigentlichen Sinn.
Als Mittel zum Abnehmen ist Levothyroxin nicht geeignet und nicht zugelassen. Wer ohne Unterfunktion Schilddrüsenhormon einnimmt oder die Dosis eigenmächtig erhöht, erzeugt eine künstliche Überfunktion. Deren Folgen sind konkret: Herzrasen, Vorhofflimmern, innere Unruhe, Schlafstörungen, Schwitzen und auf längere Sicht ein Verlust an Knochendichte.
Aus demselben Grund gehören auch Präparate zur Behandlung einer Überfunktion, etwa Thiamazol, in eine engmaschige fachärztliche Betreuung mit regelmäßigen Blutbildkontrollen. Für eine Gewichtsabnahme gibt es eigene, dafür zugelassene Wege; die Schilddrüse ist keiner davon. Und ein häufiger Trugschluss zum Schluss: Müdigkeit und Gewichtszunahme haben viele Ursachen, und ein normaler TSH-Wert schließt eine Schilddrüsenerkrankung als Erklärung weitgehend aus.
Rezept für Levothyroxin verlängern: was der Arzt prüft
Am einfachsten ist die Fortsetzung einer laufenden, bereits eingestellten Substitution. Im medizinischen Fragebogen geben Sie an: Präparatenamen und Stärke in Mikrogramm, das Einnahmeschema einschließlich abweichender Wochentagsdosen, den letzten TSH-Wert mit Datum und Referenzbereich, die Ursache der Unterfunktion, weitere Arzneimittel samt Eisen- und Kalziumpräparaten sowie eine bestehende oder geplante Schwangerschaft. Nach der Bezahlung der Gebühr prüft der Arzt diese Angaben. Fehlt ein aktueller Laborbefund, fordert er ihn über die Plattform nach; er kann auch eine Untersuchung in einer Ordination empfehlen oder die Verordnung ablehnen, etwa wenn seit Jahren kein Wert vorliegt oder Beschwerden auf eine Fehleinstellung hindeuten. Soll die Behandlung erst beginnen, braucht es eine bereits gestellte Diagnose mit aktuellem TSH-Wert; die Erstdiagnose selbst gehört in eine Ordination. Video, Telefon oder Live-Chat gibt es bei Medinow nicht, alles läuft über den Fragebogen.
Fällt die Beurteilung positiv aus, erhalten Sie ein Privatrezept als PDF per E-Mail und nehmen den Ausdruck in eine Apotheke mit. Ob eine Apotheke das Rezept einlöst, entscheidet die Apothekerin oder der Apotheker im Einzelfall; das Arzneimittel bezahlen Sie dort selbst. Legen Sie das Rezept innerhalb eines Monats nach dem Ausstellungsdatum vor, sonst verliert es nach dem Rezeptpflichtgesetz seine Gültigkeit. Arzneimittel versenden wir nicht; die Abgabe im Fernabsatz ist nach Paragraf 59 Absatz 8 Arzneimittelgesetz untersagt. Die Gebühr sehen Sie bei der Schaltfläche zur Anfrage; planen Sie die Anfrage vor dem Aufbrauchen der Packung ein.
Autor, fachliche Prüfung und Quellen
Fachlich geprüft von lek. Damian Wojno, Approbation Nr. 3211301, für MEDINOW Sp. z o.o.
Dieser Text ist eine allgemeine Information. Er ersetzt keine persönliche Untersuchung, keinen Laborbefund und keine individuelle Dosisfestlegung. Eine Dosis in Mikrogramm für Ihren Fall nennen wir bewusst nicht, weil sie sich aus TSH-Wert, Ursache, Alter, Gewicht und Begleiterkrankungen ergibt und auf Ihren Befund gehört.
Die Gebühr deckt die ärztliche Beurteilung ab und nicht die Ausstellung eines Dokuments. Lehnt der Arzt aus medizinischen oder rechtlichen Gründen ab, wird sie rückerstattet. Fordert der Arzt Unterlagen an, haben Sie dafür mindestens 7 Tage Zeit und erhalten eine Erinnerung; auf Wunsch verlängern wir die Frist. Lässt sich die Anfrage danach nicht abschließen, beenden wir sie und erstatten die Gebühr vollständig. Die Einzelheiten regeln unsere Geschäftsbedingungen. Bei Herzrasen, starker Unruhe oder ausgeprägter Erschöpfung wenden Sie sich an eine Ordination, an die Gesundheitsberatung 1450 oder in einem Notfall an die Rettung unter 144.
Kann ich mein Rezept online erneuern?
Für eine bereits eingestellte Substitution ist eine ärztliche Beurteilung anhand eines Fragebogens möglich. Wir brauchen dafür Präparatenamen und Stärke, das Einnahmeschema, den letzten TSH-Wert mit Datum, die Ursache der Unterfunktion, weitere Arzneimittel und die Angabe zu einer bestehenden oder geplanten Schwangerschaft. Ein Arzt kann einen aktuellen Laborbefund nachfordern und die Anfrage ablehnen. Auch eine neue Verordnung ist möglich, wenn die Unterfunktion bereits mit Laborwerten festgestellt wurde. Bei positiver Beurteilung erhalten Sie ein Dokument per E-Mail; Arzneimittel versenden wir nicht.
Wie oft wird TSH kontrolliert?
Nach Therapiebeginn und nach jeder Dosisänderung wird im Allgemeinen frühestens nach sechs Wochen bei gleichbleibender Dosis gemessen, weil sich der Regelkreis erst dann auf ein neues Gleichgewicht eingestellt hat. Bei stabiler, beschwerdefreier Einstellung werden die Abstände größer; den Rhythmus und den Zielbereich legt die betreuende Ordination fest. Zusätzlich kontrolliert wird anlassbezogen: bei neuen Beschwerden, nach einem Präparatewechsel, nach deutlicher Gewichtsveränderung und bei Kinderwunsch oder Schwangerschaft.
Warum nüchtern einnehmen?
Weil Nahrung, Kaffee und andere Präparate den Wirkstoff im Darm binden oder die Bedingungen im Magen verändern, sodass nur ein schwankender Teil der Dosis ins Blut gelangt. Bei einem Wirkstoff mit enger therapeutischer Breite macht diese Schwankung eine saubere Einstellung unmöglich. Üblich ist die Einnahme am Morgen, mindestens eine halbe Stunde vor dem Frühstück, mit einem Glas Wasser. Wichtiger als die gewählte Variante ist, sie täglich gleich zu handhaben.
Was stört die Aufnahme?
Vor allem Eisen-, Kalzium- und Magnesiumpräparate, magensäurebindende Mittel und Colestyramin: Sie binden Levothyroxin im Darm, weshalb ein Abstand von mehreren Stunden eingehalten wird. Protonenpumpenhemmer wie Pantoprazol, Sojaprodukte, ballaststoffreiche Mahlzeiten und Kaffee direkt zur Einnahme verringern die Aufnahme ebenfalls. Einzelne Antiepileptika erhöhen den Bedarf, weil sie den Abbau beschleunigen. Nennen Sie deshalb auch Nahrungsergänzungsmittel, wenn Sie Ihre Arzneimittel auflisten.
Nimmt man davon ab?
Nein. Bei einer bestehenden Unterfunktion normalisiert die richtige Dosis den Stoffwechsel, wobei eingelagertes Wasser verschwindet; das sind meist wenige Kilogramm. Zum Abnehmen ist Levothyroxin weder geeignet noch zugelassen. Eine eigenmächtig erhöhte Dosis erzeugt eine künstliche Überfunktion mit Herzrasen, Vorhofflimmern, Unruhe, Schlafstörungen und auf längere Sicht Verlust an Knochendichte. Ein normaler TSH-Wert spricht zudem dagegen, Müdigkeit und Gewichtszunahme der Schilddrüse zuzuschreiben.
Ist L-Thyroxin dasselbe wie Levothyroxin?
Ja. L-Thyroxin ist eine zweite Bezeichnung für Levothyroxin, den Wirkstoff, der das körpereigene Hormon Thyroxin ersetzt. Als eigenes Präparat zum Einnehmen gibt es L-Thyroxin in Österreich nicht; unter diesem Namen führt das Arzneispezialitätenregister nur eine Injektions- und Infusionslösung. Zum Einnehmen sind unter anderem Euthyrox, Thyrex, Levothyroxin Aristo und Syntroxine zugelassen, alle rezeptpflichtig.
- Öffentliches Gesundheitsportal Österreich: Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
- Fachinformation Euthyrox 100 Mikrogramm Tabletten (BASG, Abschnitte 4.2, 4.4, 4.5, 4.6 und 5.1)
- Öffentliches Gesundheitsportal Österreich: Laborwert TSH
- Arzneispezialitätenregister des BASG: zugelassene Levothyroxin-Präparate und Rezeptpflicht
- Rezeptpflichtgesetz (RIS), § 4: Gültigkeit ärztlicher Verschreibungen
- Fachinformation Thyrex Tabletten (Levothyroxin, BASG, Abschnitte 4.2 und 5.2)